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Die Deutsche Fansite über Alexander Rybak

Artikel

Hier posten wir übersetzte Interviews von Fans die wir durch russichen oder norwegische Presse finden,
oder auch andere wo Alex ein Interview gegeben hat. Wir werden versuchen euch immer im neusten Stand zu halten.

Übersetzer: Katja Basinkevich

 

Interviewer:
Hallo! Vielen Dank für deine Songs. Sie sind großartig. Es hört sich so an, als wäre deine Seele in sie gelegt worden. Es ist sehr angenehm sie zu hören !! Frage: Was ist das schönste Wort auf norwegisch?
Alexander Rybak:
Kjærlighet heißt Liebe.
Interviewer:
Guten Tag, Alexander. Sagen Sie, ist der ESC-Wettbewerb in Norwegen genauso bekannt, wie in den Osteuropäischen Ländern? Wieviele Bewerber gab es von Norwegen aus? Wie ging man bei der Auswahl vor? Haben Sie mit einem großen Vorsprung gewonnen? Danke!
Alexander Rybak:
Ich weiß zwar nicht, wie es hier in Weißrussland so ist, aber bei uns in Norwegen gab es drei Halbfinalrunden. Letztendlich gab es 22 Teilnehmer. Also gab es bei uns einen sehr, sehr großen Wettbewerb. Jedes Jahr wird der ESC bei uns immer populärer. Ich hatte mit einer Mehrheit von 80% gewonnen.
 
I:
Hallo! Was haben deine Eltern zu deinem Sieg gesagt? Und welche Sprache sprecht ihr in eurer Familie? Danke!
A.R:
Diese Frage geht eher an meine Mutter.
Mutter (Natalia Valentinovna):
Ja, wir ( Eltern) waren sehr gluecklich, weil wir sehen, dass Sascha dieser Weg gefällt. Sein Weg, den er gewählt hat - Genres miteinander verbinden, mit ihnen experimentieren. Deswegen hat sein Sieg nur die Richtigkeit des von ihm gewählten Lebensweges bewiesen. Er hat bewiesen, dass man Genres miteinander vermischen muss, dass man das Eigene in der modernen Welt finden muss. Zu Hause sprechen wir Russisch...
A.R :
... benutzen aber immer mehr und mehr Wörter aus der norwegischen Sprache. Insbesondere dann, wenn ich wütend bin. (lacht)
I:
Hast du irgendwann mal daran gedacht in Weißrussland zu leben? Natürlich ist dein Zuhause jetzt in Norwegen, aber immerhin. Denn vielleicht hast du ja Verwandte usw. hier.
 
A.R :
Ja. Meine beiden Großmütter sind hier und gestern habe ich zwei Freundinnen getroffen, die ich in meiner Kindheit gekannt habe, aber sie haben mich wiedererkannt. Es war sehr angenehm. Und ich hoffe sehr, dass ich Oma Sina heute sehen werde.
 
I:
Hallo, Sascha! In der Presse wirst du Märchenhafter Junge genannt. Hast du denn Märchen geliebt, in deiner Kindheit? Und glaubst du an Wunder? Viel Glück!
A.R :
Ja. So drei, vier Märchen haben mir meine Eltern jeden Abend vorgelesen. Und an Wunder glaube ich. Ich finde, dass jedes Mal, wenn der Frühling beginnt, wenn die Blumen aufblühen... das sind alles Wunder.
I:
Sascha, Guten Tag! Danke für die wunderbaren Songs, für die Aufrichtigkeit und Freundlichkeit zu den Zuhörern! Sag mal, schreibst du die Wörter zu deinen Songs auf russisch? In welcher Sprache fällt es dir leichter und angenehmer zu schreiben? Welche Sprache spricht deine Inspiration?
A.R :
Mir fällt es leichter auf norwegisch zu schreiben, auf russisch ist es überhaupt schwierig und der Text wäre dann nicht sehr interessant, aber ich schreibe immer mehr auf Englisch. Ich hab ja nicht bei  Sternenfabrik, sondern bei einen europäischen Wettbewerb gewonnen. Es ist notwendig, dass mich möglichst viele Leute verstehen, deswegen die englische Sprache.
I:
Ich gratuliereIhnen zu Ihrem Sieg beim ESC. Haben Sie denn vor irgendwann ein Konzert in Minsk zu geben? Wann kommt Ihr Album  Fairytales in Weißrussland raus?
A.R ( sagt auf norwegisch) :
Ach! Sie verstehen doch nicht! Das ist doch nicht Norwegen! Die Termine für das Album und das Konzert in Minsk sind am 1. Juni. Auch in Russland und in der Ukraine. Wegen der zusätzlichen Auftritte weiß ich noch nicht, denn das Programm ist mit Konzerten in Norwegen gefüllt. Aber wenn den Weißrussen unser Konzert, mit Tänzern, meiner Band, dann kommen wir gerne noch einmal.
I:
Hallo, Sascha! Wie gefällt dir Minsk und die Mädchen hier? Beschreibe doch mal dein ideales Mädchen ( Äußeres und Charakter). Könntest du einfach so ein Mädchen auf der Straße ansprechen?
 
 
A.R :
Ich könnte zwar, aber ich brauche das jetzt nicht. Wie ich weißrussische Mädchen finde? Das könnte man in einer Woche mal fragen, ich bin ja gerade erst angekommen. Aber dem nach zu urteilen, wie man mich empfangen hat, sind sie sehr, sehr, sehr süß, gastfreundlich und angenehm. Ein ideales Mädchen gibt es nicht. Wenn ich weiß, dass irgendein ideales Mädchen die und die Augenfarbe, die und die Figur hat, dann wird es einfach uninteressant, wenn du schon vorher weißt, wie sie ist. Kann ich mal selbst probieren zu lesen? Ach... nein, nein, machen Sie weiter.
I :
Gratuliere zum Sieg!!! Was schätzt du an Leuten? Kannst du Verrat verzeihen? Was ist besser : Optimist oder Pessimist sein? Hast du keine Angst davor, dass das Image des lustigen, aufgedrehten Jungen an dir kleben bleibt und das man sich nicht als erwachsenen, männlichen Musiker an dich erinnern wird?
A.R:
Sehe ich etwa aus wie ein erwachsener Sänger? Jetzt habe ich einfach das Image eines  Jungen. Ich glaube in zehn Jahren wird es schwierig sein sich daran zu erinnern, aber ich hoffe, dass ich bis dahin schon Komponist werde oder ein Musical schreibe. Ich will, dass sich die Leute an mich erinnern als Sieger des ESC und nicht als ein fünfzehnjähriges Teen-Idol.
 
I :
Hallo Alexander! Gratuliere zum Sieg beim ESC! Haben Sie ein Vorbild? Sag mal, magst du Tiere und hast du oder hattest du mal in deiner Kindheit Haustiere gehabt?
A.R :
Fangen wir mal bei denTieren an. Ich habe einen Hund. Naja... eigentlich hat Mama einen Hund, obwohl er mir geschenkt wurde. Du kannst mal erzaehlen.
 
Mutter ( Natalia Valentinovna) :
Wir haben Sascha tatsächlich einen Hund geschenkt. Das war sein innigster Wunsch, er liebt sie sehr. Aber wie immer beschäftigen sich die Eltern mit der Routine. Gehen mit dem Hund draußen spazieren, füttern. Aber Spielen und Spaß an einem Lebewesen im Haus haben, das ist schon Saschas Privileg.
A.R :
Am Sonntag war ich im Zirkus in Deutschland. Und dort wurde ich hinter die Kulissen geführt. Da war ein Seehund! Wir haben uns so in einander verliebt. Wir standen einfach nur da und umarmten uns. Er hatte sogar seinen Fisch vergessen, ist sofort zu mir gekommen. Aber als Haustier... nein, als Haustier will ich keinen Seehund.
 
 
I:
Sascha, was für Musik hörst du? Was ist Musik für dich? Wieso hast du entschieden dich ihr zu widmen?
A.R :
Für mich, genauso wie für viele andere auch, ist es eine gute Inspiration. Kann man das so sagen? Wenn man verliebt ist, zum Beispiel, ist es eine, wenn man in der Stadt spaziert, eine andere. Damit es eine Inspiration gibt, wie meine, muss man sich verschiedene Musik anhören. Mir tut es immer Leid Leute zu hören, wenn sie sagen, dass sie nur Klassik hören, oder nur Rap oder Rock. Deswegen haben sie keine besonders große Wahl. Wer singt denn da hinter dem Fenster? Wird das Abklingeln in der Schule so gefeiert? Hört sich die Klingel bei denen so an? Schade, dass ich für sie nichts singen kann.
 
I:
Hallo Alexander. Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit habe Ihnen, als klassischer Geiger und Pianist, Fragen zu stellen. ( Bitte ignorieren Sie nichts!) Welche klassischen Meisterwerke sind Ihre liebsten? Welche Stücke für Klavier und Geige sind für Sie am schwierigsten auszuführen? Was haben Sie bei den Aufnahmeprüfungen in der Musikschule gespielt? Haben Sie sich Gedanken darüber gemacht, womit sie die Lehrer bei den Abschlussprüfungen beeindrucken wollten? Gibt es wohlmöglich einen Überblick über das Repertoire? Mögen Sie das Fach Solfege?
A.R :
Am Liebsten mag ich die Klavierkonzerte von Rachmaninov. Und eigentlich alles, was Rachmaninov geschrieben hat. Obwohl Mozart mir sehr gefällt, weil ich finde, dass es so ist wie Pop- Musik, nur ohne Schlagzeug. Und das letzte, was er geschrieben hat,  Requiem, das ist das allerschönste, dass ich kenne. Bei den Aufnahmeprüfungen? Ich habe sehr viel Tschaikovsky gespielt Waltz Scherzo, Sibelius Konzert. Ich habe sehr schnell verstanden, dass es nicht zu mir passt große, symphonische Konzerte zu spielen, weil ich immer auf Komunikation aus bin! Es ist für mich sehr schwierig Konzerte, bestehend aus drei Sätzen, zu spielen, weil keiner klatscht. Ich erkläre: Bei Tschaikovsky gibt es zum Beispiel ein Konzert aus drei Sätzen. Der erste endet extravagant, aber keiner klatscht. Alle sitzen nur und husten. Ich mag das nicht. Ich finde das ist nicht richtig.
I:
Guten Morgen, Sascha! Danke für das, was du tust! Wirklich talentierte Leute auf der Bühne, dass ist wundervoll! Folgende Frage: Unmengen an Arbeit, die Dichte der Grafik, ständige Interviews und Kameras überall. Schaffst du es denn dich wenigstens ein bisschen auszuruhen? Deiner Gesundheit etwas Zeit zu widmen? Tretet der Wunsch einfach alles hinzuschmeißen und an irgendeinen ruhigen Ort, ganz weit weg hinzufahren, manchmal auf? Vorzeitig schon mal danke! Moskau liebt dich!
A.R :
Ich finde jetzt zum Beispiel unterhalten wir uns. Wir unterhalten uns das ganze Leben lang. Die Tatsache, dass überall Kameras sind, finde ich nicht so schlimm. In den Ferien mache ich zum Beispiel gern Windsurfing. Es ist sehr angenehm, wenn man eigentlich entspannt, es aber trotzdem anstrengend ist. Nach vier, fünf Stunden wird es anstrengend, man wird müde. Das wichtigste ist, irgendetwas zu tun und wenn ich so ein großes Privileg habe ( auftreten), wieso sollte ich mich dann ausruhen?
 
I:
Kannst du kochen? Was ist dein Lieblingsessen? Hast du schon mal ukrainischen Borschtsch probiert?
A.R :
Borschtsch habe ich schon mal probiert, weiß allerdings nicht ob es ukrainischer oder russischer war. Es war eine Mischung aus weißrussisch, ukrainisch und russisch. Mein Lieblingsessen? Kolduny nicht wahr, Mama?
 
I :
Gab es in eurer Familie irgendwelche besonderen oder bemerkenswerte Leute? Vielleicht war da ja jemand adelig?
A.R :
Ich habe sehr einfache Vorfahren. Sie haben mich sehr vieles gelehrt in meinem Leben. Meine Großmuetter und Großvater Valentin. Dass ich Musiker bin, liegt daran, dass meine Eltern musikalisch sind.
Mutter ( Natalia Valentinovna) :
Von meiner Familie aus, gab es mütterlicherseits keine großen Musiker. Es waren ganz einfache Leute, wie Sascha gesagt hat. Väterlicherseits gab es Großmutter Maja, sie hatte Klavier gespielt. Also gab es väterlicherseits wahrscheinlich mehr musikalische Vorfahren.
 
I :
Kennst du irgendwelche weißrussischen Wörter? Vielleicht kennst du die weißrussische Übersetzung der Lieder  Liebe oder  Märchen ?
A.R :
Ich erinnere mich, aber es ist sehr schwierig, wenn mich viele dabei ansehen. Dann komme ich durcheinander. Jetzt probieren wir einige Sätze zu lernen, die ich heute Abend sagen kann. Ich bin hierhergekommen um meine Verwandten zu sehen, um mich mit ihnen zu unterhalten. Um die Leute kennenzulernen, die mich unterstützen.
 
I :
Hast du dich nach dem Sieg mit Ingried getroffen? Dem Mädchen, dem du das Lied gewidmet hast. Hat sie dich nach dem Sieg angerufen?
 
A.R :
Nein. Es blieben nur die Erinnerungen an eine unschuldige Liebe zwischen einem Jungen und einem Mädchen. Obwohl ich mit dieser Geschichte angefangen habe, würde ich nicht wollen, dass sie entweder mit Theater oder Buisness endet. Über diese Geschichte habe ich schon gesungen, Punkt. Ob sie mich angerufen hat? Sie hat alle Zeitungen angerufen, aber nicht mich. ( lacht)
 
I :
Wie hat sich so ein Sieg auf dein alltägliches Leben ausgewirkt? Man sagt sich, dass Sascha sich Bodyguards anschaffen musste. Ist es denn gelungen das Jubiläum zu feiern?
A.R:
Das Jubiläum haben wir noch nicht groß gefeiert, mit großem Bankett und Gästen. Aber an diesem Tag haben wir den Film  Wall-E  bei unseren Nachbarn gesehen. Ich wusste, dass Mama diesen Film mögen wuürde. Sie haben sehr leckeres Essen gemacht und ich habe eine Torte gekauft. So haben wir uns hingesetzt und gefeiert. Ach... hab ich ganz vergessen... wie konnte ich das vergessen!? An dem Tag, an dem ich nach Hause gekommen bin, da haben uns sehr viele Leute getroffen. Alle haben Mama gratuliert, denn sie arbeitet in einer Schule und da kennen sie sehr viele. Es waren so vier oder fünfhundert Leute.
Mutter:
Veränderungen kommen im Leben vor, denn wenn der Gouverneur persönlich einem gratuliert, ist es schon eine angenehme Veränderung. Wir versuchen unser altes Leben beizubehalten, obwohl dies sehr schwierig ist, wegen der ganzen Aufmerksamkeit. Wenn Sascha zu Konzerten fährt, ist es schon sehr wichtig, dass da jemand ist, der sich um seine Sicherheit kümmert. Aber nicht um unsere, nicht um die der Eltern.
I :
Willst du im nächsten Jahr zum ESC fahren und dort Weißrussland vertreten?
A.R :
Die Idee ist gut, aber wenn ich nicht den ersten Platz errungen hätte, wenn es nicht notwendig wäre zum ersten Platz zu streben... plus, dann müsste ich noch einige Jahre hier ( Weißrussland) leben, dann würde es gehen. Aber da ich ja mit so einem Rekord gewonnen habe, würde ich ein zweites Mal nur einen schlechten Eindruck von mir machen.
 
I:
Ist bei irgendwelchen Konzerten mal was lustiges passiert?
 
A.R :
Mir ist mal aus versehen eine der Saiten gerissen, obwohl das ja eigentlich nicht so schlimm ist... kann man heutzutage ja auch mit Absicht machen. Wenn ich spiele und es reißt eine Saite, dann machen immer alle  Ach! das war aus versehen, obwohl es eigentlich nichts ausmacht, wenn mal eine Saite reißt. Jetzt mach ich das auf Konzerten manchmal sogar mit Absicht.
Mutter:
Saschas Geige ist tatsächlich mal kapput gegangen. In Mitten einer Aufführung. 
Der Geiger auf dem Dach, wo er gespielt hatte. Die Geige musste schleunigst ersetzt werden.
A.R:
Und der berühmteste Geiger Norwegens ist ins Theater gekommen und hat mir seine überaus teure Geige geliehen, damit ich das Stück beenden konnte.
 
                         
I:
Was ist das absurdeste Gerücht, dass Sie seit dem ESC über sich gehört haben?
A.R:
Dass ich nicht selbst auf der Geige spiele. Da gab es mal so einen Fall: Als ich ein Konzert vor 10.000 Leuten, in einer norwegischen Kleinstadt gegeben habe, warteten die Journalisten draußen auf mich. Ich konnte leider nicht an alle Autogramme verteilen, es waren einfach zu viele Leute, also musste ich schnell ins Auto und wegfahren, damit die Leute endlich raus konnten. Die Journalisten standen mit riesigen Kameras da und schubsten kleine Kinder. Diese fingen selbstverständlich an zu weinen, aber ich konnte leider nichts dagegen tun, ich ging zum Auto. Am nächsten Tag stand dann in der Zeitung, ich sei einfach weggefahren, während die Kleinen geweint haben. Das stimmte natürlich nicht.
I:
Gibt es irgendwelche Kindheitserinnerungen an Weißrussland, die Sie heute noch haben?
 
A.R:
Ja, obwohl ich damals vier Jahre alt war. Ich erinnere mich an Leschna, hab ich das richtig genannt? Da wo Oma Maja ist. Da wo Oma Sina ist, in der Nähe von Minsk. Ich erinnere mich an den Zug. Ich würde gern etwas Zeit hier verbringen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr berühmter bin, als jetzt und mehr Möglichkeiten haben werde um Urlaub zu machen.
 
 Quelle:
http://ont.by/new/konference?online=13


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